Freitag, 27. Februar 2009

Allein, Allein...

Ich bin momentan ziemlich chillig unterwegs... deswegen hab ich auch so lang nix sinnvolles mehr geschrieben (JA, ich HABE schonmal was sinnvolles geschrieben). Aber seitdem ich heute mein Schwesterchen zum Flughafen gebracht habe und sie für vier Wochen nach China geschickt habe, bin ich eben noch eine Spur chilliger.
Eigentlich stimmt das nicht. Ich hab heute Wäsche gewaschen, Geschirr gespült, Leergut weggebracht, mein Zimmer halbwegs aufgeräumt und werde morgen dazu noch mal feucht durch die Wohnung wischen, bevor ich Abends arbeiten gehe. Dazu war ich heute in der Uni, wenn auch nur um Claudi und Fabian zu treffen - aber ich war da. Wenn ich es mir so richtig überlege, bin ich also ein ziemlich arbeitswütiges, kleines (vergleichsweise) Kerlchen.

Dienstag war der totale Hammer. Chuck ist auf jeden Fall unter den Top10 der Spieler, die ich jemals habe live spielen sehen - und ich war beim Spiel Deutschland - USA in der Kölnarena sowie bei Pacers - Nets (anno 2004, wobei man fairerweise dazusagen muss, dass bei den Nets damals Kenyon Martin und Jason Kidd nur ihre Anzüge präsentierten). Erst draußen vor der Halle mit Chuck gesprochen, dann aber schnell aus der niedersächsischen Kälte hin die warme AndArena. Dann kam Thorsten zunächst zu mir und meiner Schwester an den Presseplatz und hat ein bisschen mit uns geplaudert. Bester Satz: "Ich hab heute Fotos von dir gesehen" zu meiner Schwester, die sehr betrunken auf Fotos in Facebook und Co. zu sehen ist... hehe, dieses Internet... immer wieder für einen Lacher gut. Während ich der netten blonden Dame von Lietuvos Rytas (der Tageszeitung, nicht dem Team) erklärte, warum ich eigentlich da war, wärmte sich Lietuvos Rytas (das Team, nicht die Tageszeitung) auf. Ach ja... er hat die Treppe immer noch - und er ist noch viel, viel besser als damals, wo er in Gießen war. Den Spielbericht schenk ich mir jetzt einfach mal, statt dessen zurück zum Ende: Da dreht der Mann sich doch nach dem Spiel extra zu uns um und fängt die Welle an, als wären wir in der Osthalle... in dem Moment wollte ich ja schon ein bisschen anfangen zu weinen, aber das ging natürlich nicht... statt dessen schnell der netten Dame aus Litauen meine E-Mail-Adresse aufgeschrieben und draußen mit ihm gesprochen und ihm die Geschenke gegeben. Wie meine Quellen (Facebook) mir berichten, scheinen die auch in Vilnius angekommen zu sein. Und der Satz "You know, Berlin... they said a lot of stuff about me, when I left Gießen. I don't forget about that", der macht mich durchaus ein bisschen glücklich. So, wie sich manche Fans von Alba online verhalten, würde ich Chuck da nur sehr, sehr ungern sehen. Dann Verabschiedung ("You are not too cool to give me a hug, are you?" - Tss... wenn der MVP was sagt, wer bin ich denn, um da was dagegen zu sagen?) und zurück nach Gießen.

Am Mittwoch war ich erst mit Andi/y in der Stadt, hab dann gekocht und dann sind wir mit Caro zum Fußball gucken zu Jenny und Sascha. Als die anderen vier dann aber angefangen haben, Keinohrhasen zu gucken, war mein Plan eigentlich, nochmal ins Haarlem zu gehen. Aber hey, if man hits bed, bed wins...

Die nächsten vier Wochen bin ich nun also allein zu Hause, weswegen Andi/y mich dazu überreden will, eine Party zu schmeißen. Ich bin mir dessen aber noch sehr unschlüssig, lasse es mir aber ergebnisoffen durch den Kopf gehen. Und wer weiß, vielleicht bringt mich ja der ein oder andere Kommentar hier zu diesem Blogeintrag dazu, diese Party steigen zu lassen und dich, ja, DICH einzuladen! (Okay, das schreib ich eigentlich nur, weil ich immer wieder überrascht bin, wer hier offensichtlich doch alles liest. Selbst die Anna-Lena [Huhu, Anna-Lena! Lass mich wissen, wie das mit deiner Italien-Sache weitergegangen ist!] liest hier mit und was weiß ich wer alles... lasst mich das doch mal wissen, Mensch!). Grüße gehen außerdem an die Skiurlaub-Crew um Uli, Janos und Co., sowie die Laura, die mich zu meinem Auto gefahren hab, weswegen ich sie ganz fest drücke, virtuell. Und an die Alica, weil ich die sonst immer vergesse...

Abschließend noch Grüße an den Torte nach Uganda. Selbst da liest er konstant meinen Blog, weswegen ich viel Liebe für den Mann hab, der uns DEN Gießen-Song geschenkt hat, den selbst die Erstis hier kennen, wenn sie nicht aus Gießen kommen. Und eben an diesen Torte hab ich gedacht, als ich heute ein Interview mit Piet Klocke auf Spiegel Online gelesen hab, mit folgender Aussage:

"Dabei wollte ich doch Psychologie studieren. Dann hat man mir einen Studienplatz in Gießen angeboten. Ich bin runter gefahren, um mir das mal anzuschauen. Als ich hörte, wie die da sprechen, bin ich gleich wieder nach Hause gefahren."

Torte hat das durchgehalten und seine Liebe dafür entdeckt - und allein dafür gebührt ihm eine größere Karriere als Piet Klocke!

Donnerstag, 26. Februar 2009

Was die Leute loswerden möchten

@ Frankfurt :-) freu mich auf heute abend....... noch 6 Tage und 2 Klausuren bis zum Supergau... Eine Kugel äähm Makro in den Kopf jagen... in fulda...... Happy Birthday Schwesterchen! :) // 1er BMW Booooom Baby :) //... rückenschmerzen.. :( Lieb dich schatz ... traurig, weil sie wieder fasching haben will!! :( ... Extreme couching... ... auf Marlboro Tour durch Hessen:)... Noch ca. 7 Std. arbeiten und dann VIER WOCHEN Urlaub *so geil*! Zwar noch jede Menge zu erledigen, aber dann endlich im Flieger! ... ich will nicht krank sein :(

Montag, 23. Februar 2009

Morgen wird super!

Mooooooooorgen (also Dienstag) gehts zu Chuck Eiiiiiiiiiiiidson... ach ja, das wird toll. Schon viel zu lange her, dass ich den Mann hab spielen sehen, zumindest live. Heute morgen die letzte Klausur geschrieben, da kann ich mich mal für belohnen - schließlich durfte ich gestern schon nicht ins Haarlem zum Feiern... aber hey, wen interessierts? Mooooooooorgen gehts zu Chuck Eiiiiiiiiiiiidson...

Sonntag, 22. Februar 2009

Being in Bonn

Man kann schon komisch gucken, wenn auf einmal hinter einem zwei Schwarze und ein Cowboy stehen. Karneval und zeitgleich Auswärtsspiel in Bonn – naja, meine Verkleidung als „Journalist, der Fasching hasst“ war quasi perfekt. Bis auf den Journalisten-Teil. Vorher wieder mal bei Haribo im Werksverkauf gewesen... 117 EUR da gelassen. Ich kann nur von Glück reden, dass wir nur ein (bzw. diese Saison zwei) Mal in Bonn spielen, sonst bräuchte ich eine Menge Jobs. Dazu habe ich dieses Mal fast nur Süßigkeiten gekauft, nicht wie bei den Besuchen zuvor auch noch anderes Merchandise. Während ich hier so vor mich hintippe, trainieren übrigens vor mir die Cheerleader der Telekom Baskets zu nerviger Karnevalsmusik (irgendwas mit Hühnchen in Tütchen?! Lalalala...). Als Vergleich: So stelle ich mir Sex mit Gülcan vor. Ansehen ist ja noch okay, aber die Geräuschkulisse dazu geht halt gar nicht.

Behandelt werde ich hier in Bonn immer super. Zwar war die Presseliste noch nicht da, aber rein durfte ich trotzdem schon, und nichts geht über einen guten Plausch mit dem Manager. Zitat Andreas Böttcher: „Ich brauch das mit dem Karneval auch nicht.“ Wer hätte gedacht, dass ich ausgerechnet im Rheinland jemanden finde, der mich versteht? Naja, wir werden sehen, was das Spiel nachher so bringt. Tuchi hat übrigens keine Zeit, weil er Karten für Hamburg und Köln verkauft Artur Kolodzjeski singt hinter mir Karnevalslieder, während er in die Kabine tigert. Was darf ich noch erwarten? John Bowler als Funkenmariechen? Naja, die Musik hat aufgehört. Es wird also Zeit, wieder ein bisschen hinzugucken. Nachdem in Gießen ja fast alle Cheerleader aufgehört haben, kann man hier zumindest hinsehen, ohne sich pädophil zu fühlen...

Anderthalb Stunden vor Spielbeginn ist übrigens von den 46ers noch nichts zu sehen. Ob Vladi und Co. wohl nochmal auf den Umzug hier gegangen sind? Ich muss zugeben, die Vorstellung, ein total besoffenes, verkleidetes Team gleich reintorkeln zu sehen hätte einen sehr, sehr hohen Unterhaltungswert. Zumindest Mike Koch kommt ohne Pappnase und – wenn man vom Teufel spricht – auch der grade reingekommene Vladi scheint der Meinung zu sein, dass Fasching doch bitte vor der Tür aufhört. Die Anzeigetafeln kündigen unbeirrt die 1. und 2. Jugendgarde der „KG Alpenrose“ an.

Noch 80 Minuten bis zum Tipoff: Winsome Frazier hat mich nun fast mit einem Ball abgeworfen (Irgendwie lustig: Ich passe ihm den Ball zurück, er sagt „Danke“, ich sage „You're welcome“). EJ Rowland scheint in der Halle jeden zu kennen, winkt in alle Ecken um Leute zu begrüßen. Auch mich (scheint doch nicht alle zu kennen, sondern ist einfach nur nett). Aber jetzt kommen mit Corey (begrüßt mich mit Handschlag, wie immer. Auf die Frage „Do you enjoy the music?“ grinst er nur), Ricky und Johannes auch die ersten 46er auf das Feld. Wenig später folgt Mike, dem einige der Haribo-Dosen gehören, die in meinem Auto lagern und postwendend ankündigt, dass er direkt nach dem Spiel vorbeikommen wird. „Right when we get to Gießen.“ Als ob ich was anderes erwartet hätte... wobei, hinter mir geht grade eine Banane vorbei. Man solte immer mit allem rechnen.

Noch eine Stunde bis zum Tipoff: Um mich herum sind Ninjas, Hasen, Leoparden, Cowboys und -girls, Krankenschwestern, Hippies, Prinzen, Müllmänner und ganz viel Undefinierbares, buntes. Und warum trägt die Cheerleader-Chefin eigentlich ein T-Shirt von den Ramones? Ist das Verkleidung oder wie vereint man Punk und Puschel? Und welcher Spieler bei Frankfurt Galaxy trug die 9 und hieß „Jan Ole“? Zumindest trägt eine alte Frau hinter mir ein ebensolches Trikot und einen Football spazieren. NFLE-Fan als Verkleidung? Zumindest orginell in einer Basketballhalle.
50 Minuten noch, Kostümwatch: Frau mit Krawatte (mieses Kostüm), Engel, Pirat, Vampir, Krokodil – aber der Killer ist das Einhorn, dass das Kleinkind hinter mir darstellt. Rosa Federbusch auf einem Glitzerhelm, aus dem vorne ein knapp 50 cm langes, gefährlich spitzes Hörnchen ragt. Das könnte tödlich enden. Die Gießener Fans, die nun eintreffen, könnten aber ebenso tödlich sein.

40 Minuten vorm Spiel: Die KG Alpenrose aus Witterschlick marschiert zu einer Synthesizer-Saxofon-Version von diesem Lied, dessen Titel mir nicht einfällt (irgendwas mit You and me Together, forever... aus den 80ern), ein. Mir fehlen da jetzt auch ein bisschen die Worte, ich lass das mal so stehen.

Nur noch 20 Minuten: Katrin kam vorbei, über die Lage im Allgemeinen und im Besonderen zu sprechen. Nochmal gute Besserung wegen dem Bänderriss. Vor mir dehnt sich Jannik, alle paar Sekunden schwingt ein Bein durch mein Sichtfeld. Das beste Kostüm des Abends ist auch gefunden: Peter geht als Licher-Flasche... KILLER! :D Dazu kommen jetzt wieder die Cheerleader in Cowgirlkostümen raus. Und das Bonner Prinzenpaar, mit Säbeln und allem... besser anzusehen sind trotzdem Erstere. Breite Gürtel anstelle von Hosen, Bauchfrei (und können sich das leisten) und vor allem direkt vor mir (und dem zweiten Platz, der demjenigen zugestanden hätte, der mitgekommen wäre. Tja, Pech gehabt...). Killerauftritt von Mark und Jan Becker: Während die Prinzen „ausmarschieren“ schleichen sich die beiden einfach aufs Spielfeld und winken auch so grenzdebil ins Publikum wie die anderen Karnevalisten – und ein halbes Spielfeld lang fällt das keinem auf, außer mir... und ich quittiere infolge eines Lachanfalls kurzzeitig den Dienst.

Zehn Minuten noch: Karneval ist in meinem Kopf vorbei, der Fokus liegt nun auf dem Feld. Das Team macht sich intensiv warm, Mike dunkt die Scheiße aus dem Korb, Corey zieht den 360, einen Tipdunk und trifft einen Dreier. It's going down.

Alles andere ist jetzt egal, das Spiel geht los... what time is it? GAME TIME! Woohoo! Für euch dann noch ein kurzer Nachbericht zu meinem Freitag: Gestern Abend bei Andi/y war lustig, unterliegt aber leider fast auch komplett der Geheimhaltung, weil zu viel Brisanz darin liegt. Aber so viel: Partys im Neuenweg haben die Tendenz zur Legende. Irgendwann wollte Sascha dann unbedingt doch noch los in Richtung Ulenspiegel oder Haarlem. Gut, dass da Schlange ohne Ende sein würde hatten wir ihm ja gesagt, und außerdem wäre er in seinem Zustand unter Garantie an den Türstehern gescheitert. Also kurze Besprechung am Köhler, wo wir nun hingehen, als auf einmal so ein Typ da der Meinung wäre, er müsste mich „Wichser“ nennen. Ich fand, das war keine vertretbare Unhöflichkeit mehr (siehe unten) und machte mich auf den Weg, ihm das einmal im Zwiegespräch mitzuteilen. Die zwei Mal, die Anna dann aber meinen Namen gerufen hat, haben mich dazu gebracht, vielleicht dann doch lieber Sascha, der in der Richtung des Typen stand zu sagen, dass wir jetzt ins Melchiors gehen. Wäre aber schon irgendwie komisch gewesen, wenn ich als einziger Nüchterner den Ärger angefangen hätte...

Da ging nicht so extrem viel, außer der Tatsache, dass Rolf Scholz, Jo Schläfer und Paddy Unger auftauchten. Trotzdem sind wir schon nach gut anderthalb Stunden wieder gegangen. Total lustiger Nebeneffekt: Andi/y hat mich bereits an seiner Haustür nach Details des Abends gefragt, der da noch nicht mal richtig zu Ende war – noch Fragen über seinen Alkoholzustand? Heute morgen sah er übrigens genauso aus, wie ich es mir dachte. Er war die Definition von „im Arsch“ (nicht im Lokalisierungssinne, natürlich).

Freitag, 20. Februar 2009

Vertretbare Unhöflichkeit

Grade bei Spiegel Online gefunden: "Die Staatsanwaltschaft sei der Auffassung, dass das Verhalten des Verurteilten 'deutlich jenseits bloßer Taktlosigkeiten liegt, wie sie ein Angeklagter berechtigterweise bei einer Verurteilung zu lebenslanger Haft haben darf', sagte der Sprecher. Die 'beleidigenden Äußerungen' nach dem Urteil gingen 'über eine noch vertretbare bloße Unhöflichkeit oder Taktlosigkeit' hinaus, betonte Möllers. Die Staatsanwaltschaft habe zudem Anhaltspunkte dafür, dass O. sich auch gegenüber dem Gericht und Justizwachtmeistern 'abfällig verhalten' habe."

Worum geht es hier? Der "Ehrenmörder von Hamburg" (ich hoffe, damit erspare ich mit weitere Erklärungen zum Täter und ihr habt genug BILD, Spiegel oder wasweißichwas gelesen, um zu wissen, um wen es geht) hat den Staatsanwalt nach der Urteilsverkündung u.a. mit einem Ordner beworfen und "Hurensohn" genannt. Das gereicht ihm jetzt zu einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung. Ich frage mich nun allerdings, was ist vertretbare Unhöflichkeit? Um das Dreigestirn quasi zu vervollständigen: "Arschloch"? Oder "Wichser"? Ist Ersteres schlimmer als Letztgenannter? Oder umgekehrt? Wann ist welche Unhöflichkeit vertretbar?

Google verrät:
Beleidigung einer Politesse: "Krankhaft Dienstgeil " macht 800 EUR, "Schlampe " 1.800 EUR und "Fieses Miststück " kostet sogar 2.500 EUR. Beleidigung eines Polizisten: Zunge rausstrecken 300 EUR, "A-Zeichen " 750 EUR (was ist das A-Zeichen? Peace up, A-Town down? "Alter, hast du mich grade ein A genannt? Sind wir hier in der Sesamstraße oder was?), "Vogel zeigen " 1.000 EUR (NEIN - KEINE Namenswitze draus machen), "Stinkefinger " 4.000 EUR, "Sie Schwein " 200 EUR und "Du Schwein" 2.000 EUR.

Das "Du" alleine kann gegenüber einem Polizisten auch schon teuer werden: Einen Politiker der Grünen kostete anhaltendes Duzen eines Polizisten satte 2.000 EUR (Da hätte er ihn ja wenigstens noch "Schwein" nennen können für das Geld). Dieter Bohlen kostete es nichts, was mich wiederum zu der Frage bringt, welcher Polizist eine Anzeige wegen Beleidigung fertigt, nur weil er geduzt wird... Gegenüber einem U-Bahn-Kontrolleur ist sogar schon die Bezeichnung "Clown" eine strafbare Beleidigung, lehrt uns das Kammergericht Berlin. Ich bin also durchaus gespannt, wie die Grenze bei einem Staatsanwalt und "Hurensohn" aussieht.

Internet

Ich liebe das Internet ja schon so ein bisschen... gestern noch mit'm Andi/y einen Streifzug durch die Stadt gemacht und gedacht "Mann, was sind das da denn für komische möchtegern-Teddybären... was für Spasten" - heute im StudiVZ Gordians Fotoalbum gesehen und gedacht "Guck mal, möchtegern-Teddybären." Nix für ungut, ja? ;)

Donnerstag, 19. Februar 2009

Och nö

Ich hasse Fasching. Oder Karneval. Oder wie immer ihr euer Verkleidungssaufen nun nennt. Mich nerven unsinnige Verkehrsbehinderungen, weil Spielmannszüge mit seit zwei Jahren abgelaufenen Bonbons nach Kindern werfen, ich hab keinen Spaß an "dodaaal witzischen" Wagen/Büttenreden/wasweißich. Weil: Die sind nicht lustig. Da würde nicht mal ein berührungsempfindliches Kleinkind drüber lachen, wenn man es kitzelt. Die Musik ist scheiße (mal ganz nebenbei: Uli, wenn du mir nocheinmal was von meinem schlechten Musikgeschmack erzählen willst, nur weil ich deine komische Kuschelgitarrenmusik nicht höre und bei "Iris" nicht sofort mit dir rummachen will - DU HÖRST MICKIE KRAUSE! Das ist nicht mal mehr mit "Geschmack" oder so zu entschuldigen - das ist ganz objektiv miese Mukke), es gibt kein Fest mit lecker Essen und Geschenken wie an Weihnachten und auch keine Hauspartys wie an Silvester.
Dazu sehen dicke Hausfrauen, die sich mit Anfang 50 nochmal als Pippi Langstrumpf verkleiden nicht nur scheiße aus, sondern wirken auch zu doof, sich ihre Strapse anzuziehen. Nicht mal der Alkohol ist eine Entschuldigung: Wenn ihr euch Mittwochs im Haarlem vollaufen lasst, was im ähnlichen Ausmaß geschieht wie die normale Faschingssauferei, würdet ihr auch nie als Batman mit 25 Kilo zuviel auf den Rippen rumlaufen oder euch dank einer roten Unterhose über der Jogginghose für Superman halten - sondern eher für einen Vollidioten? Naja, auf jeden Fall hab ich deswegen zumindest verringerte Lust auf das 46ers-Spiel in Bonn am Samstag. Im Rheinland wird man sich ja vor "dodaaaal fröhlischen" Menschen kaum retten können.

WICHTIG: Vor dem Bonn-Spiel plane ich, dem HARIBO-Werksverkauf einen Besuch abzustatten. Wer da Bestellungen hat möge mir doch bitte zusammen mit Vorkasse (!) seine Wünsche zukommen lassen.

Two down...

... one up. Nicht (nur) Systeme bei den 46ers, sondern auch eine Zustandsbeschreibung meiner Zwischenprüfungsklausuren (in schlechtem Englisch). Allgemeines Verwaltungsrecht wäre damit auch geschrieben. Am Montag noch Strafrecht und dann bin ich auch endlich fertig für das Semester. Wurde ja auch Zeit. Das Geheminis meines Erfolges heute waren sicherlich die zwei Mettbrötchen, die ich vor der Klausur gegessen hat. Fleisch macht schlau, das weiß jedes Kind, und erst Recht, wenn es in leckerer Form auf einem Brötchen verteilt ist und mit Zwiebelwürfeln garniert.

Gestern Mittag hab ich mich zunächst mal mit Andi/y getroffen, weil er in die Stadt musste. Gelockt hat er mich mit der Aussicht auf Eis und Leute beobachten, dann waren wir aber nur bei Horten (für Nicht-Gießener: Kaufhof), wo er eine Jacke holen musste und wir dann die Spielwarenabteilung durchforstet haben. Playmobil macht total coole Sachen, Lego hingegen war früher einfach besser. Wie Andi/y schon sagte: Wenn du dir heute das Lego-Agentenset kaufst, sind da doch wahrscheinlich 75% Spezialteile dabei, die du für einen Flughafen oder einen Roboter nicht verwenden kannst. Da lobe ich mir doch den Playmobil-Straßenkehrer für 2,99 EUR. Von Horten aus gings dann in Richtung Karstadt. Erstmal haben wir die Ricky getroffen, die so durch die Stadt streunte, weil sie die Zeit rumbringen musste, bis sie in die böse Stadt (Bad Hersfeld... uuahh...) fahren musste. Dann haben wir auch im Karstadt die Spielwarenabteilung gecheckt, wo der Straßenkehrer genausoviel gekostet hat, wie bei Horten, dafür aber ein Verkäufer komische Selbstgespräche beim Einräumen von Ware geführt hat... Mit dem Murmelbahnding haben wir auch gespielt, aber das lief nicht so gut, die Murmeln waren zu klein. Dann sind wir nochmal zu Thalia, haben lustige Jura-Bücher angelesen und ich hab den Fehler gemacht, die Bilderseite von einem Buch für Sexualmedizin aufzuschlagen. Igitt... nicht sehr appetitlich. Dann doch lieber "Kannibalismus in der Sexualität" - ebenfalls bei den Medizinbüchern zu finden.

Dann stieß Christian zu uns, der mich begrüßte mit "Ich hab dich zuerst gar nicht erkannt, du hast ja gar nix vom Basketball an". Tja, mit deinem Regenbogen-Poloshirt erkennt man dich dagegen sofort :P Dann sind wir zu McDonalds gegangen, wo dann auf einmal Annika vor mir steht (total viele Leute in der Stadt, weiß ich). Lustigerweise haben wir alle drei das 46ers-Menü genommen, was ich weiterhin für die beste Marketingmaßnahme halte, die die 46ers bis dato gemacht haben. Wie oft hab ich an der Uni schon gehört "Ey, ihr seid doch die mit dem Menü bei McDonalds"... aber gut, nach lustigen Gesprächen über die Uni, Fitnessstudios und anderes hab ich die beiden bei ihren jeweiligen Fortbewegungsmitteln abgeladen und bin wieder nach Hause. Ein bisschen gelernt, ein bissche TV, dann nochmal ins Stadtbüro, meinen neuen Personalausweis abholen (wieder einmal mit einem Blick... genial. Ihr dachtet, bis jetzt wäre es ein Verbrecherfoto? Uuuh... you havn't seen the new one). Dann wieder ein bisschen lernen, mich von ICQ ablenken lassen und mit Charlotte mehr oder weniger lustige Blutwitze machen.

Später bin ich bei meinem Spaziergang, um noch ein bisschen Frischluft zu kriegen, nochmal vor's Haarlem, wo die ganze Crew war. Uli, Janos und Campman waren... naja, sorry Jungs, aber ihr wart ein bisschen unspektakulär. Da muss mehr kommen, um ausführlich hier erwähnt zu werden. Nico z.B. möchte mit mir nochmal intensiv über die gemeinsame Übernahme eines Jugendteams im Basketball sprechen, aber der Knaller des Ganzen war natürlich der Daniel: Der wurde zunächst von schwäbelnden Freundinnen seinerseits ins Haarlem gezwungen, wollte aber eigentlich nicht und blieb deshalb davor stehen, was ich dazu nutzte, mit dem jungen Mann mal ein Schwätzchen zu halten. Und dann kommen da auf einmal zwei Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts, gucken mich ein büschn doof von der Seite an und fragen mich, ob ich denn ich wäre (also, sie fragten: "Bist du der Martin Vogel?"). Naja, ich bin nun mal ich - und irgendwie schien der einen diese Information zu reichen, die ging nämlich daraufhin wieder. Die andere blieb stehen und guckte ein bisschen verständnislos in der Gegend rum, was den Daniel wiederum zu Höchstform auflaufen ließ. "In meiner Freizeit schlage ich Frauen und Kinder"... ich glaube nicht, Daniel. Genial auch die Aussage ihrerseits: "Ihr seid Jungs. Werdet ihr auch nochmal Männer? Weil ihr seid keine Gentlemen" - ääh... bitte? Du kommst zu mir hin, fragst mich völlig uninteressiert, ob ich ich bin, sagst dann nix mehr und pöbelst dann aber rum? Wo ist bitte dein Problem? Was hätte ich denn machen sollen, meine Jacke über Pfützen legen, während du da rumstehst? Ohne oberflächlich sein zu wollen: Da sah sie auch einfach nicht gut genug für aus.

Naja, irgendwann bin ich dann heim und hab mich ins Bett gelegt. Zu wenig geschlafen hab ich aber trotzdem... mein Bett ist eben morgens gemütlicher als abends. Ach ja, und angeblich krieg ich Samstags im Haarlem nix mehr zu trinken - nur, weil ich gesagt hab, wenn man durch eine Klausur durchfällt, ist man nicht im "Recall", sondern "durchgefallen". Ich bin dennoch gespannt, ob ich ab sofort Samstags durstig im Haarlem bleibe - ich wage es schon mal zu bezweifeln. Aber naja, ich bin eben einfach zu hart... wobei der Spruch des Tages gestern nicht an mich gehen kann, schließlich hat meine Schwester im StudiVZ einen Knallerspruch ihrer Chefin stehen: "Ob Sie jetzt in Ihrem Urlaub im Bordell anschaffen gehen oder in China ein Praktikum machen, das ist doch Ihre Sache und mir sowas von egal!" - jop, was soll man da noch sagen...?

Dienstag, 17. Februar 2009

Caps Lock

Was ist das? Es schreibt nur noch in Großbuchstaben, mag Butterhörnchen und hat vorhin geschrieben:

"SEHR GUT
TOLL ICH DAcHTE MIR VORHIN SO:: "SOMME VOM BALKON" HÄRT SICH NACH NER SEICHTEN DEUTSCHEN KOMÖDIE An::: UND WAT WArS? NEN DRAMA
SOMMER VORM BAlKON"

Ja, der Janos, dessen Tastatur kaputt ist. Das hat er sich dadurch verdient, dass er in der vergangenen Nacht wie ein Bescheuerter bei mir geklingelt hat... hat meine Schwester mir zumindest gesagt, ich ignoriere so was ja geflissentlich...

Überhaupt, gestern Abend: Eigentlich wollte ich nur Andi/y seinen Schönfelder zurückbringen, was ich so gegen 22.30 Uhr auch in Angriff genommen habe. Tja, und als ich gegangen bin, war es fast 2. Dazwischen lagen lange Diskussionen über den Richterberuf, Dinge, die THC enthalten, Frauen vor Klausuren, Frauen ohne Klausuren, Getränke, Toasts und die Tatsache, warum bitte schon fast 2 Uhr ist?! Ansonsten hab ich Andi/ys Abizeitung durchforstet und total lustige Bilder von ihm gesehen. Dann bin ich doch aber irgendwann nach Hause gegangen, war noch einen Moment im Internet und wollte grade ins Bad gehen, wegen Kontaktlinsen und so - und während mein Handy noch dabei ist, auf mein Bett zu segeln, textet der Uli. Kann ich ihn beim Benni abholen? Ich hatte Hunger, war aber zuvor zu Faul für Döner und so, aber so konnte ich nicht nur nett sein, sondern auch noch Cheeseburger kaufen. Klare Sache, ich also nochmal nach Heuchelheim, dann in den McDrive - und dann stehen da die letzten Reste der Amax-Singleparty vor uns. Ach du Alarm... drei Mal grünes Knicklicht - und weder Uli noch mich hat gewundert, warum. Lustig wurde es dann aber erst, als Uli anfing rumzupöbeln und ein der Damen an mein Fahrerfenster wankte, um zu nuscheln: "Nuu, ihrmüsstobormolnbüschnobstandholdn". Tja, die JLU nimmt offensichtlich auch die auf, die in Dresden nicht genommen werden. Und dann dauerte das auch noch ungefähr eine halbe Stunde, bis die vollen Sachsen mal in der Lage waren, den McDonalds-Mitarbeitern ihre Wünsche verständlich mitzuteilen. Gut, verständlicherweise schwierig: Keine der beiden Seiten sprach Deutsch, wie will man da auch bestellen...
Killeraktion auch danach nochmal vom Uli, als er (und er war schon nicht mehr ganz nüchtern) anfing, die Ossis mit Vorschriften aus dem BTMG vollzulallen... woraufhin die (offensichtlich dringend auf der Suche befindliche) Dame nur sagte: "Seid ihoa Jürastüdendn? Dos is seggsy" (ANGST!) Uli im Brustton der Überzeugung "Ja, sind wa. Und ihr kommt von der Amax-Party, oder? Grünes Licht für alle?" "Nüü... mir sin jo olle vorgöbn, obba man müss ja mol sein' Morgtwört testn... heude sin mir FREIWILD" Äh, ja, danke, lasst mich an meine Cheeseburger. Als das endlich der Fall war, pedal to the metal, Uli wegbringen und ab nach Hause. Und irgendwie sind Cheeseburger immer besser, wenn es mitten in der Nacht ist und man einfach total hungrig ist.

Heute hab ich irgendwie größtenteils gechillt... und ein bisschen AllgVerwR gelernt... also, gelesen. Den Rest der Zeit hab ich mit Diskussionen über den Rechtsstaat im Internet verbracht, meiner Mutter in China dabei geholfen, Musik auf ihren MP3-Player zu bekommen und generelle Panik vor den anstehenden Klausuren kleinzuhalten. Auch Helden brauchen mal einen ruhigen Tag.

ABER GUT; JETZT IST DANN WOHL AUCH ZEIT; DIESEN EINTRAG ZU BEENDEN - IM BESTEN JANOS-STYLE!!!

Wie man meiner kleinen Schwester den Tag versaut

NEIN - nicht meine Schuld, es ist auch keine Anleitung... aber der Reihe nach:

Mein Schwesterchen möchte am kommenden Freitag für einen Monat nach China fliegen, um an der Universität in Zhuhai ein Praktikum zu machen. Da China nicht grade ein Schengen-Staat ist und auch echt weit weg, und sie da ja nicht nur Urlaub macht, hat mein Schwesterchen ihr Praktikum Anfang Dezember bei der Uni eingereicht, einen Flug gebucht und ein Visum beantragt. Flug ist drin, Visum auch da - und gestern teilt die Uni mündlich mit: "Joa... also irgendwie haben wir uns mal darauf geeinigt, das Praktikum abzulehnen." Huch... nach zwei Monaten könnt ihr mal einen Antrag bearbeiten und schiebt dann Versicherungsprobleme vor? Gut anderthalb Wochen vor dem Flug? Wow... zum Glück schreibt sie ja nicht morgen ihre Zwischenprüfung, sonst wäre das bestimmt ganz schön niederschmetternd. Was? Schreibt sie? Oh.

Tja, miese Nummer. Ich für meinen Teil habe meine Konsequenzen gezogen und werde außer an meinen beiden Klausurterminen in dieser vorlesungsfreien Zeit nicht mehr in die Uni gehen. Das haben sie jetzt davon. Aber nein, Spaß beiseite, miese Nummer von der JLU, vor allem mit der Zeitverschleppung. Ich hoffe echt, dass sich das schnell regelt.